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Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer
Der Bundestag hat eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen. Bis 2030 soll eine Schachtel Zigaretten knapp zwölf Euro kosten. Die Regierung will damit den Haushalt entlasten und die Gesundheit schützen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Bundestag beschließt höhere Tabaksteuer.
Host: Der Bundestag hat am Donnerstagabend für eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuer gestimmt, obwohl die Abstimmung ziemlich knapp wirkte.
Guest: Ja, Union und SPD haben zugestimmt, während die AfD, die Grünen und die Linke dagegen gestimmt haben – sogar zwei Abgeordnete von CDU und CSU haben das Gesetz abgelehnt.
Host: Wie stark wird der Preis denn eigentlich steigen?
Guest: Bis 2030 soll eine Schachtel mit 20 Zigaretten im Durchschnitt um fast vier Euro teurer werden, also auf knapp zwölf Euro.
Host: Und das betrifft nicht nur fertige Zigaretten, oder?
Guest: Genau, auch Tabak zum Selbstdrehen wird spürbar teurer, damit die Steuererhöhung nicht einfach umgangen werden kann.
Host: Finanzminister Lars Klingbeil hat zwei Gründe genannt, richtig?
Guest: Ja, zum einen soll der Bundeshaushalt entlastet werden, weil dort aktuell eine Lücke von 34 Milliarden Euro besteht. Zum anderen geht es ihm um den Gesundheitsschutz, vor allem von Kindern und Jugendlichen.
Host: Wie viel Geld erwartet die Regierung denn durch die Reform?
Guest: Schon nächstes Jahr sollen bis zu 1,5 Milliarden Euro zusätzlich eingenommen werden, und bis 2030 sollen es rund zwölf Milliarden Euro sein.
Host: Gibt es denn auch Kritik an dem Gesetz?
Guest: Durchaus. Die Tabakbranche und Teile der Koalition warnen davor, dass Verbraucher auf den Schwarzmarkt oder auf unversteuerte Produkte aus dem Ausland ausweichen könnten.
Host: Was fordert die Koalition deshalb?
Guest: Sie fordert schärfere Zollkontrollen sowie eine EU-weite Vereinheitlichung der Tabaksteuer, damit der grenzüberschreitende Handel eingedämmt wird.
Host: Gab es in der Debatte auch inhaltliche Widersprüche, die kritisiert wurden?
Guest: Der AfD-Abgeordnete Christian Douglas hat bemängelt, dass sich das Gesundheitsargument und die Erwartung steigender Steuereinnahmen eigentlich widersprechen.
Host: Und wie haben sich die Grünen positioniert?
Guest: Sie haben die Steuererhöhung grundsätzlich begrüßt, obwohl sie kritisiert haben, dass der Aufschlag bei Feinschnitt zu niedrig ausfällt.
Host: Wer hat das Gesetz denn besonders unterstützt?
Guest: Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hat betont, dass höhere Preise Menschen zum Rauchstopp bewegen könnten, besonders junge Menschen, die meist schon in jungen Jahren mit dem Rauchen beginnen.
Host: Gibt es Zahlen dazu, wie gefährlich Rauchen eigentlich ist?
Guest: Laut Deutschem Krebsforschungszentrum sind 2023 etwa 131.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens gestorben.
Host: Und wie viele Menschen rauchen aktuell überhaupt noch?
Guest: Nach dem Mikrozensus 2025 rauchen rund 19 Prozent der Menschen ab 15 Jahren in Deutschland.
Host: Wie geht es jetzt mit dem Gesetz weiter?
Guest: Es muss am Freitag noch den Bundesrat passieren. Da mit Widerstand der Länderkammer nicht gerechnet wird, dürfte die Steuererhöhung tatsächlich in Kraft treten.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!