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Bundestag stimmt über Frühstartrente für Kinder ab
Der Bundestag stimmt über die Frühstartrente ab. Der Staat zahlt Kindern ab sechs Jahren Geld für die Rente.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Bundestag stimmt über Frühstartrente für Kinder ab.
Host: Der Bundestag stimmt heute über die sogenannte Frühstartrente ab, nachdem der Finanzausschuss den Gesetzentwurf beschlossen hat. Was genau steckt dahinter?
Guest: Es geht um eine neue Form der Altersvorsorge für Kinder. Der Staat zahlt monatlich zehn Euro für jedes Kind ein, das ab 2020 geboren wurde und in Deutschland gemeldet ist.
Host: Ab welchem Alter beginnt das, und wie lange läuft das?
Guest: Ab sechs Jahren, und die Zahlungen laufen bis zur Volljährigkeit des Kindes. Das Geld wird dabei am Kapitalmarkt angelegt, nicht einfach auf ein Sparbuch gelegt.
Host: Müssen die Eltern dafür etwas Bestimmtes einrichten?
Guest: Ja, sie müssen bei einem Anbieter, zum Beispiel einer Fondsgesellschaft, ein zertifiziertes Standarddepot auf den Namen des Kindes eröffnen.
Host: Und wenn die Eltern das nicht tun?
Guest: Dann fließt das Geld automatisch in ein Sondervermögen, das die Deutsche Bundesbank verwaltet. Laut einer Änderung im Ausschuss darf dieses Geld nur breit gestreut in globale Aktien oder Aktienfonds investiert werden.
Host: Gibt es dabei eine garantierte Rendite?
Guest: Nein, obwohl das Kapital am Markt angelegt wird, sichert der Staat keine feste Rendite zu, und der Bund haftet auch nicht für mögliche Verluste.
Host: Dürfen Eltern oder Großeltern zusätzlich eigenes Geld einzahlen?
Guest: Ja, bis zu 570 Euro monatlich oder 6.840 Euro jährlich pro Kind. Nach der Volljährigkeit kann das Depot weiterbespart oder in einen anderen zertifizierten Altersvorsorgevertrag überführt werden.
Host: Das Finanzministerium hat wohl auch eine Modellrechnung vorgelegt?
Guest: Genau, mit einer angenommenen Rendite von sieben Prozent jährlich. Danach könnten bis zum 18. Geburtstag rund 2.200 Euro entstehen, bis zum 65. Lebensjahr sogar etwa 53.000 Euro.
Host: Ist das eine garantierte Summe?
Guest: Nein, das ist eine reine Modellannahme, ohne Berücksichtigung von Inflation oder späterer Besteuerung. Die tatsächliche Summe kann also deutlich abweichen.
Host: Wann darf man überhaupt auf das Geld zugreifen?
Guest: Grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr. Das Kapital darf weder beliehen noch verkauft oder gepfändet werden, weil es strikt für die Altersvorsorge bestimmt ist.
Host: Und wie sieht es steuerlich aus?
Guest: Während der Ansparphase bleiben staatliche Beiträge und Erträge steuerfrei. Erst bei der späteren Auszahlung wird nachgelagert besteuert.
Host: Wann soll die Regelung überhaupt in Kraft treten, und was kostet das den Staat?
Guest: Vorgesehen ist der 1. Januar 2027, während die Förderung bereits rückwirkend ab Januar 2026 gelten soll. Für 2027 rechnet der Bund mit Kosten von 198 Millionen Euro, die bis 2030 auf rund 411 Millionen Euro steigen sollen, da jedes Jahr ein neuer Geburtsjahrgang hinzukommt.
Host: Muss nach der Abstimmung im Bundestag noch etwas passieren, damit das Gesetz gilt?
Guest: Ja, anschließend muss noch der Bundesrat zustimmen. Der Haushaltsausschuss veranschlagt für den Zeitraum 2027 bis 2030 insgesamt etwa 1,2 Milliarden Euro einschließlich Verwaltungskosten.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!