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Bundestag stimmt über Frühstartrente für Kinder ab
Der Bundestag stimmt über die Frühstartrente ab. Der Staat zahlt Kindern ab sechs Jahren Geld für die Rente.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Bundestag stimmt über Frühstartrente für Kinder ab.
Host: Der Bundestag stimmt heute über die Frühstartrente ab, nachdem der Finanzausschuss den Gesetzentwurf bereits beschlossen hat.
Guest: Allerdings ist das noch nicht das Ende des Verfahrens, denn selbst bei Zustimmung muss anschließend noch der Bundesrat zustimmen, damit die Regelung in Kraft treten kann.
Host: Wann würde das Ganze denn konkret greifen?
Guest: Vorgesehen ist das Inkrafttreten zum ersten Januar 2027, wobei die staatliche Förderung rückwirkend schon ab dem ersten Januar 2026 gelten soll.
Host: Das heißt, auch Kinder, die die Voraussetzungen erfüllen, könnten rückwirkend profitieren?
Guest: Genau, sofern sie ab 2020 geboren und in Deutschland gemeldet sind. Ab sechs Jahren zahlt der Staat dann monatlich zehn Euro ein.
Host: Zehn Euro wirken auf den ersten Blick eher symbolisch. Wie lange läuft das, und was passiert mit dem Geld?
Guest: Die Zahlungen laufen bis zur Volljährigkeit und werden am Kapitalmarkt angelegt, nicht einfach auf einem Sparbuch gebunkert.
Host: Müssen Eltern dafür aktiv etwas einrichten?
Guest: Sie müssen bei einem Anbieter, etwa einer Fondsgesellschaft, ein zertifiziertes Standarddepot auf den Namen des Kindes eröffnen.
Host: Und falls sie das versäumen?
Guest: Dann fließt das Geld automatisch in ein Sondervermögen, das die Bundesbank verwaltet. Laut einer Ausschussänderung darf dieses Geld ausschließlich breit gestreut in globale Aktien oder Aktienfonds investiert werden.
Host: Das birgt ja ein gewisses Risiko. Gibt es irgendeine Garantie?
Guest: Im Gegenteil: Eine feste Rendite wird ausdrücklich nicht zugesichert, und der Bund übernimmt keine Haftung für mögliche Verluste.
Host: Insofern trägt letztlich die Familie das Marktrisiko, während der Staat lediglich die Einzahlung organisiert.
Guest: Genau, und interessanterweise muss es bei den zehn Euro nicht bleiben: Eltern, Großeltern oder andere Personen dürfen zusätzlich eigenes Geld einzahlen, bis zu 570 Euro monatlich beziehungsweise 6.840 Euro jährlich pro Kind.
Host: Was geschieht mit dem Depot, sobald das Kind volljährig wird?
Guest: Dann kann entweder weiter eingezahlt oder das Guthaben in einen anderen zertifizierten Altersvorsorgevertrag überführt werden, jeweils bis zum Rentenbeginn.
Host: Gibt es schon Zahlen dazu, wie viel am Ende zusammenkommen könnte?
Guest: Das Finanzministerium geht in einer Modellrechnung mit sieben Prozent jährlicher Rendite davon aus, dass aus den staatlichen Beiträgen bis zum 18. Geburtstag rund 2.200 Euro entstehen und bis zum 65. Lebensjahr sogar etwa 53.000 Euro, sofern das Kapital weiter angelegt bleibt.
Host: 53.000 Euro für monatlich zehn Euro klingt beeindruckend. Muss man das mit Vorsicht betrachten?
Guest: Unbedingt, denn es handelt sich um eine reine Modellannahme, bei der weder Inflation noch spätere Besteuerung berücksichtigt werden. Der tatsächliche Betrag dürfte also geringer ausfallen.
Host: Kann man sich das Geld vorzeitig auszahlen lassen, falls man es dringend braucht?
Guest: Nein, das Kapital ist strikt für die Altersvorsorge bestimmt. Es darf weder beliehen noch verkauft oder gepfändet werden, und eine Auszahlung ist grundsätzlich erst ab dem 65. Lebensjahr vorgesehen.
Host: Und steuerlich, während das Geld über Jahrzehnte wächst?
Guest: Während der Ansparphase bleiben staatliche Beiträge und Erträge steuerfrei. Erst die spätere Auszahlung wird nachgelagert besteuert, wie man es auch von anderen Altersvorsorgeprodukten kennt.
Host: Was kostet das Vorhaben den Staat, wenn jedes Jahr ein neuer Jahrgang hinzukommt?
Guest: Für 2027 rechnet der Bund mit Förderkosten von 198 Millionen Euro, die bis 2030 auf rund 411 Millionen Euro steigen sollen.
Host: Und die Gesamtsumme für die kommenden Jahre?
Guest: Der Haushaltsausschuss veranschlagt für 2027 bis 2030 insgesamt etwa 1,2 Milliarden Euro, einschließlich der Verwaltungskosten.
Host: Dann bleibt am Ende die Frage, ob zehn Euro im Monat wirklich einen Unterschied machen, oder ob es sich eher um ein symbolisches Signal handelt.
Guest: Das lässt sich wohl erst in Jahrzehnten beurteilen. Vorerst bleibt es eine politische Wette auf die Kapitalmärkte und auf die Bereitschaft der Familien, selbst zusätzlich einzuzahlen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!