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Cyberangriff legt Kühltechnik in französischen Supermärkten lahm
Ein Cyberangriff hat die Kühlsysteme von vielen Supermärkten in Frankreich gestört. Rund 700 Filialen waren betroffen, aber die Lebensmittelversorgung in Frankreich ist nicht gefährdet.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Cyberangriff legt Kühltechnik in französischen Supermärkten lahm.
Host: Am Wochenende haben Unbekannte die Kühlsysteme zahlreicher Supermärkte in Frankreich angegriffen. Wie viele Filialen sind betroffen?
Guest: Laut Finanzminister Roland Lescure sind es rund 700 von insgesamt etwa 10.000 Filialen im Land. Das ist eine beachtliche Zahl, obwohl die meisten Geschäfte weiterhin normal funktionieren.
Host: Was genau ist mit den Kühlanlagen passiert?
Guest: Die Gefriertruhen und Kühlanlagen wurden in der Nacht über mehrere Stunden auf etwa 50 Grad Celsius hochgeheizt. Das bedeutet, dass die Temperatur drastisch angestiegen ist, während die Geräte eigentlich kühlen sollten.
Host: Ist dadurch die Lebensmittelversorgung in Frankreich gefährdet?
Guest: Nein, Lescure betonte, dass die Versorgung nicht gefährdet sei. Trotzdem treffe der Angriff einen zentralen Baustein der Ernährungssicherheit des Landes. Er bezeichnete den Vorfall sogar als Alarmsignal für alle Beteiligten.
Host: Wer untersucht diesen Fall eigentlich?
Guest: Premierminister Sébastien Lecornu hat die nationale Cybersicherheitsbehörde mit der Aufklärung beauftragt. Diese stehe im Austausch mit Partnerländern in Europa, weil der Angriff möglicherweise nicht nur Frankreich betrifft.
Host: Und was macht die Staatsanwaltschaft in Paris?
Guest: Sie hat ihre Spezialeinheit für Cyberkriminalität eingeschaltet. Untersucht wird unter anderem, welche finanziellen Schäden durch verdorbene Waren entstanden sind und ob es dabei auch zu Bränden gekommen ist.
Host: Welche Handelsgruppe ist besonders betroffen?
Guest: Die Coopérative U, zu der Ketten wie Hyper U, Super U, U express und Marché U gehören. Konzernchef Dominique Schelcher erklärte über X, dass 80 von insgesamt 2.000 Filialen Probleme mit der Kühlung hatten.
Host: Konnte das Unternehmen größere Schäden verhindern?
Guest: In den meisten Fällen ja, obwohl einige Geschäfte Ware wegwerfen mussten. Schelcher nannte den Angriff beispiellos und äußerst gravierend, da die Geräte für die Haltbarkeit frischer Lebensmittel entscheidend sind.
Host: Welche Rolle spielt der Hersteller Danfoss dabei?
Guest: Der dänische Kältetechnik-Hersteller arbeitet mit seinen Kunden an der Schadensbegrenzung. Betroffen seien vor allem ältere Anlagen ohne aktuelle Sicherheitsupdates, weshalb man schon länger empfehle, auf neuere Systeme umzusteigen.
Host: Gibt es auch Auswirkungen außerhalb Frankreichs?
Guest: Ja, der niederländische Handelskonzern Ahold Delhaize, zu dem Albert Heijn, Delhaize und Stop & Shop gehören, meldete ebenfalls Störungen. Damit betroffene Systeme sicher bleiben, wurden sie vorsorglich vom Internet getrennt. Hinweise auf gestohlene Daten gebe es bislang nicht.
Host: Wie reagiert man in Deutschland auf diesen Vorfall?
Guest: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beobachtet die Vorgänge mit Sorge. Präsidentin Claudia Plattner erklärte, der Fall zeige, wie stark digitale Angriffe den Alltag stören können, und dass Nachahmer nicht auszuschließen seien.
Host: Welche Empfehlungen gibt die Behörde?
Guest: Sie rät, Steuerungsanlagen nicht direkt ans Internet anzubinden, sondern sie über VPN und Mehrfaktor-Authentifizierung abzusichern, damit Sicherheitsupdates zeitnah eingespielt werden können.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!