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Jemens Regierung erklärt Huthi-Miliz offiziell den Krieg
Die Regierung des Jemen startet eine große Militäroffensive gegen die Huthi-Miliz. Raschad al-Alimi kündigt den Angriff an, weil die Diplomatie erfolglos war. Die Huthi kontrollieren die Westküste und greifen auch Saudi-Arabien an.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Jemens Regierung erklärt Huthi-Miliz offiziell den Krieg.
Host: Raschad al-Alimi hat am 4. Oktober eine groß angelegte Militäroffensive gegen die Huthi-Miliz angekündigt, die sich über sämtliche Frontabschnitte des Landes erstrecken soll.
Guest: Das überrascht mich nicht wirklich, denn alle diplomatischen Wege zu einem Waffenstillstand sind zuvor erfolglos geblieben.
Host: Al-Alimi hat betont, dass die Souveränität des Staates, die Sicherheit der Zivilbevölkerung und sogar die internationalen Schifffahrtsrouten dauerhaft gefährdet seien.
Guest: Deshalb wurden die Streitkräfte und alle militärischen Einheiten angewiesen, sofort mit dem Einsatz zu beginnen.
Host: Interessant ist, dass er gleichzeitig die Menschen in den von den Huthi beherrschten Gebieten zur Zusammenarbeit mit der Armee aufgefordert hat.
Guest: Ja, und kampfwilligen Huthi-Anhängern wurde sogar freier Abzug zugesichert, falls sie ihre Waffen niederlegen würden.
Host: Viele Beobachter werten diese Ankündigung als faktische Kriegserklärung, die sich an die gesamte jemenitische Bevölkerung richtet, unabhängig davon, welche Kontrollzone betroffen ist.
Guest: Trotzdem dürfte sich der Vorstoß als schwierig erweisen, weil die Huthi dank ihrer Guerilla-Strategie kaum entscheidend zu schlagen sind.
Host: Das zeigt sich ja schon daran, dass selbst eine von Saudi-Arabien geführte internationale Militärkoalition in den vergangenen Jahren keinen entscheidenden Erfolg erzielen konnte.
Guest: Die mit dem Iran verbündete Miliz beherrscht weite Teile des Nordens und Nordwestens und hat zuletzt sogar die gesamte Westküste unter ihre Kontrolle gebracht.
Host: Dadurch verfügt sie jetzt über erheblichen Einfluss auf die strategisch bedeutsame Meerenge Bab al-Mandab, oder?
Guest: Genau, und sie kann den Schiffsverkehr dort empfindlich stören, während Saudi-Arabien schon von einer Seeblockade betroffen ist.
Host: Das bedeutet also, dass Saudi-Arabien kein Öl mehr durch die Meerenge ausführen kann.
Guest: Richtig, und am vergangenen Wochenende wurde die saudische Ölgesellschaft Saudi Aramco sogar mit Drohnen angegriffen.
Host: Ein Sprecher der Miliz hat außerdem weitere Angriffe auf saudische Stützpunkte und Ölanlagen angekündigt, mit selbst hergestellten Raketen und Drohnen.
Guest: Saudi-Arabien hat darauf reagiert, indem es Luftangriffe auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen hat.
Host: Seit Wochen toben also heftige Gefechte zwischen den verfeindeten Lagern, mit gravierenden Folgen für die Zivilbevölkerung.
Guest: Nach Angaben der Vereinten Nationen sind inzwischen etwa 150.000 Menschen vor der Gewalt auf der Flucht.
Host: Den Vertriebenen fehlt es offenbar an grundlegender Versorgung, obwohl Hilfsorganisationen schon vor einer drohenden Hungersnot warnen.
Guest: Mit der jetzigen Eskalation der Kämpfe wird befürchtet, dass sich die humanitäre Krise im Jemen noch weiter verschärfen wird.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!