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Kabinett will Alkoholverbot für 14- und 15-Jährige verschärfen
Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf beschlossen. Er verbietet Alkohol für 14- und 15-Jährige, auch wenn Eltern dabei sind.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Kabinett will Alkoholverbot für 14- und 15-Jährige verschärfen.
Host: Das Bundeskabinett hat gestern, am 12. August, einen Gesetzentwurf beschlossen, der das sogenannte begleitete Trinken für 14- und 15-Jährige komplett verbieten soll. Was bedeutet das genau?
Guest: Bisher durften Jugendliche in diesem Alter in Begleitung ihrer Eltern schon mal ein Glas Sekt oder Bier trinken, etwa beim Geburtstag der Großeltern oder bei der Jugendweihe. Diese Ausnahme soll jetzt vollständig gestrichen werden.
Host: Nach dem geltenden Jugendschutzgesetz dürfen Jugendliche doch erst ab 16 Jahren öffentlich Alkohol kaufen und trinken, oder?
Guest: Genau, das gilt für Bier, Wein, Sekt und Mischgetränke daraus. Die Ausnahme betraf ausschließlich Situationen, in denen Erziehungsberechtigte anwesend waren.
Host: Und bei stärkeren Getränken wie Schnaps?
Guest: Da gilt schon jetzt eine strikte Altersgrenze, unabhängig davon, ob Erwachsene dabei sind. Daran ändert sich also nichts.
Host: Wer steckt eigentlich hinter der Initiative?
Guest: Der Entwurf geht auf Familienministerin Karin Prien von der CDU zurück. Sie argumentiert, dass die bisherige Ausnahme den Schutz junger Menschen schwäche, weil sie den gesundheitlichen und sozialen Folgen des Alkoholkonsums nicht ausreichend Rechnung trage.
Host: Widerspricht das begleitete Trinken denn den Zielen der Bundesregierung?
Guest: Ja, laut Prien widerspricht es der Suchtprävention, die die Bundesregierung bei Jugendlichen eigentlich verbessern möchte. Obwohl das begleitete Trinken traditionell als harmlos galt, wird es jetzt anders bewertet.
Host: Ist das Thema neu, oder gab es schon länger Diskussionen darüber?
Guest: Der Vorstoß ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Gesundheitsminister der Bundesländer für ein Ende des begleiteten Trinkens ausgesprochen, während der Bundesrat eine entsprechende Initiative auf den Weg brachte.
Host: Gibt es noch weitere Unterstützer?
Guest: Auch der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, unterstützt das Vorhaben ausdrücklich.
Host: Wie geht es jetzt weiter?
Guest: Als Nächstes muss sich der Bundestag mit der Neuregelung befassen. Ob und wann das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt, hängt davon ab, wie die Beratungen dort verlaufen.
Host: Wird also noch darüber debattiert, bevor es endgültig beschlossen wird?
Guest: Ja, das Kabinett hat den Entwurf zwar beschlossen, damit er aber Gesetz wird, muss er noch vom Bundestag verabschiedet werden. Das kann durchaus noch einige Zeit dauern.
Host: Man könnte also sagen, dass diese Regelung schon lange gefordert wurde, jetzt aber endlich konkret umgesetzt werden soll.
Guest: Genau, die Forderung wurde von mehreren Seiten unterstützt, sodass der Entwurf nun eine breite politische Grundlage hat.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!