ListenYourNews
B1
Migranten in Ceuta beginnen Hungerstreik für Asylrecht
In Ceuta leben Hunderte Migranten am Strand in einfachen Hütten. Sie beginnen einen Hungerstreik und fordern Asyl. Die spanische Regierung baut neue Notunterkünfte.
Start this lesson →
📖 ReadA podcast dialogue written for your level
🎧 ListenNative-sounding audio, adjustable speed
✅ QuizCheck what you understood
🎙 SpeakAn AI teacher corrects your answer
Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Migranten in Ceuta beginnen Hungerstreik für Asylrecht.
Host: In Ceuta harren seit dem Massenandrang Ende Juli noch immer Hunderte Migranten am Strand Playa del Trampolín aus.
Guest: Sie leben dort in einfachen Verschlägen aus Kartons, Schilfrohr und Plastikplanen.
Host: Wie viele Menschen sind das eigentlich genau?
Guest: Die Polizei zählt etwa 1.500 Personen, aber Hilfsorganisationen sprechen von rund 3.500.
Host: Und laut spanischer Regierung sollen es sogar 5.000 sein, Regionalpräsident Vivas spricht sogar von mindestens 8.000.
Guest: Am Sonntag haben viele von ihnen einen Hungerstreik begonnen.
Host: Warum genau protestieren sie?
Guest: Mit selbstgemalten Schildern fordern sie Asyl und ein Bleiberecht, der Streik soll bis Mittwoch dauern.
Host: Aus welchen Ländern kommen die Protestierenden?
Guest: Aus etwa elf Ländern, zum Beispiel aus Sudan, Mali, Senegal und Syrien.
Host: Eine Sprecherin hat erzählt, dass sie in Marokko nur 300 Euro im Monat verdient hat.
Guest: Zwei Drittel davon musste sie allein für die Miete ausgeben.
Host: Ein 18-jähriger Sudanese ist über Tschad, Niger, Algerien und Marokko geflohen.
Guest: Er sagt, dass es in seiner Heimat keine Zukunft und viel Gewalt gibt.
Host: Die spanische Regierung will irregulär eingereiste Migranten eigentlich zurückschicken.
Guest: Das ist aber schwierig, weil viele aus Kriegsgebieten wie Sudan kommen und deshalb Asyl bekommen könnten.
Host: Und Minderjährige dürfen nicht einfach abgeschoben werden.
Guest: Deshalb hat Migrationsministerin Elma Saíz neue Notunterkünfte angekündigt.
Host: Was ist da geplant?
Guest: Sofort sollen 1.500 zusätzliche Plätze entstehen, in vier Zeltlagern rund um Ceuta.
Host: Bis Dienstagabend waren die Bauarbeiten aber noch nicht fertig.
Guest: Manche Migranten wollen die neuen Unterkünfte trotzdem nicht nutzen, sie gehen lieber in die Wälder.
Host: Auch die Anwohner in Ceuta sind unzufrieden mit der Situation.
Guest: Ja, bei einem Besuch von Ministerin Saíz gab es deshalb Proteste der Bevölkerung.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!