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Migranten in Ceuta beginnen Hungerstreik für Asylrecht
In Ceuta leben Hunderte Migranten am Strand in einfachen Hütten. Sie beginnen einen Hungerstreik und fordern Asyl. Die spanische Regierung baut neue Notunterkünfte.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Migranten in Ceuta beginnen Hungerstreik für Asylrecht.
Host: Am Strand Playa del Trampolín in Ceuta harren immer noch Hunderte Migranten aus, obwohl der große Andrang schon drei Wochen zurückliegt.
Guest: Genau, und die Zahlen gehen ziemlich auseinander. Die Polizei zählt etwa 1.500 Menschen, während örtliche Hilfsorganisationen von rund 3.500 ausgehen.
Host: Und laut Regionalpräsident Juan Jesús Vivas sollen es sogar mindestens 8.000 sein, während die spanische Regierung von insgesamt 5.000 Migranten in Ceuta spricht.
Guest: Diese Menschen leben in notdürftigen Verschlägen, die aus Kartons, Schilfrohr und Plastikplanen gebaut wurden.
Host: Am Sonntag haben viele von ihnen ihr Camp in einen Ort des Protests verwandelt, indem sie einen Hungerstreik ankündigten.
Guest: Ja, der zunächst bis Mittwoch dauern soll. Mit selbstgemalten Pappschildern fordern sie Asyl und ein Bleiberecht.
Host: Woher kommen die Protestierenden eigentlich?
Guest: Aus rund elf Ländern, unter anderem aus Sudan, Mali, Senegal, Kamerun, Tunesien, Ägypten, Jemen, Algerien, Palästina, Syrien und Marokko.
Host: Eine Sprecherin der Gruppe hat erzählt, dass sie in Marokko für umgerechnet 300 Euro im Monat gearbeitet habe.
Guest: Und wovon zwei Drittel allein für die Miete draufgingen, sodass kaum etwas zum Leben übrig blieb.
Host: Es gibt auch die Geschichte eines 18-jährigen Sudanesen, der über Tschad, Niger, Algerien und Marokko bis nach Ceuta geflohen ist.
Guest: Er harrt dort schon seit mehr als zwei Wochen aus. Als Grund nannte er fehlende Zukunftsperspektiven und Gewalt in seiner Heimat.
Host: Wie reagiert die spanische Regierung auf die Situation?
Guest: Sie betont seit den Vorfällen Ende Juli, dass irregulär eingereiste Migranten zurückgeschickt werden sollten.
Host: Das klingt aber rechtlich kompliziert, oder?
Guest: Absolut, denn viele der Betroffenen stammen aus Kriegsgebieten wie Sudan oder den palästinensischen Gebieten, weshalb sie nach Einschätzung von Hilfswerken durchaus Anspruch auf Asyl haben könnten.
Host: Und Minderjährige dürfen zudem nicht ohne Weiteres abgeschoben werden.
Guest: Richtig. Migrationsministerin Elma Saíz hat am Montag nach einem Treffen mit Vivas die Einrichtung neuer humanitärer Notunterkünfte angekündigt.
Host: Was genau ist da geplant?
Guest: Umgehend sollen 1.500 zusätzliche Unterbringungsplätze entstehen, und weitere sollen folgen. Insgesamt sind vier Zeltlager im Umland von Ceuta vorgesehen, unter anderem auf einem Parkplatz nahe der Grenze zu Marokko.
Host: Sind diese Lager schon fertig?
Guest: Nein, bis Dienstagabend waren die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Außerdem haben mehrere Migranten erklärt, dass sie eine neue Unterkunft ablehnen würden.
Host: Warum das denn?
Guest: Sie würden stattdessen lieber in die umliegenden Wälder ausweichen, statt in die von der Regierung errichteten Lager zu ziehen.
Host: Wie ist die Stimmung unter den Einwohnern von Ceuta?
Guest: Der Unmut wächst. Bei einem Besuch von Ministerin Saíz kam es am Montag zu Protesten von Anwohnern, die eine rasche Lösung und den Abzug der Migranten aus der Stadt forderten.
Host: Es ist also eine Situation, die von mehreren Seiten unter Druck steht, während gleichzeitig kaum eine schnelle Lösung in Sicht ist.
Guest: Genau, weder die Migranten noch die Anwohner noch die Regierung scheinen mit dem aktuellen Zustand zufrieden zu sein.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!