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Niedrigwasser am Rhein trifft Logistik und Landwirtschaft hart
Der niedrige Wasserstand im Rhein macht den Transport von Waren teurer und schwieriger, besonders für Chemie, Petrochemie und Stahl.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Niedrigwasser am Rhein trifft Logistik und Landwirtschaft hart.
Host: Der Rhein hat aktuell einen sehr niedrigen Wasserstand, richtig?
Guest: Ja, am Pegel Kaub sind es unter 20 Zentimeter. Die Schifffahrt könnte bald ganz gesperrt werden.
Host: Was bedeutet das für den Warentransport?
Guest: Die Frachtraten zwischen Oberrhein und Rotterdam haben sich in einer Woche fast vervierfacht, weil Schiffe nur wenig Ladung tragen können.
Host: Können Firmen nicht einfach auf Straße oder Schiene wechseln?
Guest: Kaum, denn Straße und Schiene haben wenig freie Kapazitäten. Der Transport wird also nur begrenzt verlagert und kostet mehr.
Host: Haben Unternehmen schon reagiert?
Guest: Ja, einige haben die Produktion reduziert. Betroffen sind vor allem Chemie, Petrochemie und Stahl.
Host: Müssen wir im Supermarkt höhere Preise erwarten?
Guest: Thomas Puls glaubt, dass es vorerst keine großen Preissprünge gibt, weil diese Branchen selten direkten Kontakt zu Endkunden haben.
Host: Und Rewe?
Guest: Rewe meldet bisher keine Engpässe und steht in engem Kontakt mit den Lieferanten.
Host: Gibt es trotzdem Produkte, die teurer werden?
Guest: Ja, Rüdiger Ostrowski erwartet moderate Aufschläge, etwa bei Margarine aus Raps, weil solche Güter meist per Binnenschiff transportiert werden.
Host: Wie ist es bei Kraftstoffen?
Guest: Dort sind die Folgen schon deutlicher. In den Rheinregionen sind die Preise stärker gestiegen als anderswo.
Host: Bestätigt der ADAC das?
Guest: Christian Laberer bestätigt den Effekt, verweist aber auch auf Häfen, Raffinerien, Pipelines und den Schienenverkehr.
Host: Welche Bundesländer sind beim Benzinpreis am teuersten?
Guest: Nordrhein-Westfalen und Hessen liegen vorne, danach folgen Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.
Host: Spielt auch die Dürre eine Rolle?
Guest: Ja, unabhängig vom Niedrigwasser wird das im Supermarktregal spürbar. Gemüse ist teurer, Obst dagegen günstiger als im Vorjahr.
Host: Welches Gemüse ist besonders betroffen?
Guest: Michael Koch nennt Salate, Brokkoli, Blumenkohl und Möhren. Das Angebot ist knapp, die Preise liegen über dem Vorjahresniveau.
Host: Und die gestiegenen Dieselkosten?
Guest: Die verteuern zusätzlich die landwirtschaftliche Produktion, das beobachtet auch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!