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Österreich streitet über längeren Wehr- und Zivildienst
Österreich will den Wehrdienst um drei Monate und den Zivildienst um zwei Monate verlängern. Für die Reform braucht die Regierung eine Zweidrittelmehrheit im Parlament. FPÖ, Grüne und Hilfsorganisationen reagieren unterschiedlich.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Österreich streitet über längeren Wehr- und Zivildienst.
Host: In Österreich gibt es noch die allgemeine Wehrpflicht, anders als in Deutschland.
Guest: Genau, und jetzt plant die Regierung eine Reform, die den Wehrdienst und den Zivildienst verändert.
Host: Wie lange dauern die Dienste denn bisher?
Guest: Der Grundwehrdienst dauert sechs Monate, der Zivildienst neun Monate.
Host: Und was soll sich jetzt ändern?
Guest: Der Wehrdienst soll um drei Monate länger werden, damit mehr Zeit für Truppenübungen bleibt.
Host: Betrifft das auch den Zivildienst?
Guest: Ja, Bundeskanzler Christian Stocker will, dass der Zivildienst zunächst freiwillig um zwei Monate länger wird.
Host: Was passiert, wenn sich zu wenige Männer freiwillig melden?
Guest: Dann greift ein automatischer Mechanismus, und der Zivildienst wird gesetzlich verpflichtend auf elf Monate ausgedehnt.
Host: Braucht die Regierung dafür nicht eine Mehrheit im Parlament?
Guest: Doch, sie braucht eine Zweidrittelmehrheit und ist deshalb auf die Opposition angewiesen.
Host: Wie reagieren die anderen Parteien auf den Plan?
Guest: Die FPÖ verlangt eine noch deutlichere Verlängerung, während die Grünen jede Ausweitung ablehnen.
Host: Was kritisiert die Opposition konkret?
Guest: David Stögmüller von den Grünen kritisiert, dass junge Männer nicht wissen, ob sie 2027 oder 2030 länger dienen müssen.
Host: Und wie sehen das die Organisationen, die Zivildienstleistende beschäftigen?
Guest: Das Rote Kreuz bleibt gelassen, aber der Arbeiter-Samariter-Bund wollte gleich zwölf Monate, weil der Bedarf im Sozialbereich steigt.
Host: Gibt es auch Ideen, wie sich der Zivildienst inhaltlich verändern soll?
Guest: Ja, Walter Feichtinger will, dass der Zivildienst sich stärker auf Zivilschutz und Katastrophenhilfe konzentriert, statt nur Arbeitskräfte im Sozialbereich zu ersetzen.
Host: Bevor das umgesetzt wird, müssen die Parteien wohl noch verhandeln.
Guest: Genau, denn ohne Zweidrittelmehrheit im Parlament kann die Reform nicht in Kraft treten.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!