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Papst fordert von Putin Waffenruhe für Oleschky
Papst Leo XIV. bittet Putin in einem Telefonat um eine Waffenruhe in der Stadt Oleschky. Dort ist die humanitäre Lage seit Monaten sehr schwierig.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Papst fordert von Putin Waffenruhe für Oleschky.
Host: Papst Leo XIV. hat mit Putin telefoniert, obwohl er sich erst vor drei Tagen einer Operation wegen Lungenkrebs unterzogen hat. Das wirkt im ersten Moment überraschend, oder?
Guest: Ja, das Gespräch wurde tatsächlich vom Gemelli-Krankenhaus in Rom aus geführt, wo sich der 71-jährige Papst nach dem Eingriff erholt. Trotzdem hat er sich offenbar sofort wieder der Diplomatie gewidmet.
Host: Worum ging es inhaltlich konkret?
Guest: Der Papst hat sich für eine Waffenruhe in Oleschky eingesetzt, einer Kleinstadt in der Region Cherson, die seit Monaten vollständig abgeriegelt ist.
Host: Wie viele Menschen leben denn noch dort?
Guest: Nach ukrainischen Angaben sind es etwa 2000, deren Versorgung von Hilfsorganisationen seit langem als sehr angespannt beschrieben wird.
Host: Was genau wollte Leo XIV. mit dem Waffenstillstand erreichen?
Guest: Er hat um eine Waffenruhe gebeten, damit Lebensmittel und medizinische Hilfe geliefert werden können und die Zivilbevölkerung freiwillig und sicher evakuiert werden kann.
Host: Und wie hat Putin reagiert?
Guest: Laut dem Kreml hat Putin dem Papst eine rasche Genesung gewünscht und sich für die Vermittlungsbereitschaft des Vatikans bedankt.
Host: Das klingt versöhnlich. Hat er dem Vorschlag denn auch zugestimmt?
Guest: Nicht ganz. Putin hat die Verantwortung für die Lage in Oleschky allein der Ukraine zugeschoben, obwohl er gleichzeitig zusicherte, die humanitären Bemühungen des Vatikans zu unterstützen.
Host: Warum ist die Lage in Oleschky überhaupt so gefährlich?
Guest: Die Stadt liegt nur etwa neun Kilometer von Cherson entfernt, und genau dort verläuft die Frontlinie. Durch den jahrelangen Beschuss ist die Umgebung stark verminst.
Host: Das heißt, man kann die Stadt praktisch nicht verlassen?
Guest: Richtig, ein Verlassen in jede Richtung ist lebensgefährlich. Außerdem wirft die russische Seite der ukrainischen Armee vor, mit Drohnenangriffen Hilfslieferungen zu verhindern.
Host: Wie lange dauerte das Telefonat eigentlich?
Guest: Dazu hat der Vatikan keine Angaben gemacht.
Host: Ist das der erste Vermittlungsversuch des Vatikans in diesem Krieg?
Guest: Nein, der Heilige Stuhl bemüht sich schon seit mehr als viereinhalb Jahren, also seit Beginn des russischen Angriffskriegs, um Vermittlung zwischen Moskau und Kiew, bislang jedoch ohne greifbaren Erfolg.
Host: Gab es nicht auch die Idee, Friedensgespräche im Vatikan abzuhalten?
Guest: Doch, zeitweise war der Vatikan tatsächlich als möglicher Austragungsort im Gespräch. Allerdings hat Russland diesen Vorschlag abgelehnt.
Host: Trotz all dieser Rückschläge setzt der Papst seine Vermittlung also fort.
Guest: Genau, während die militärische Lage vor Ort weiterhin äußerst instabil bleibt, versucht er zumindest auf humanitärer Ebene etwas zu bewegen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!