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C1
Ruppert gewinnt EM-Gold, Bebendorf holt Bronze
Frederik Ruppert gewinnt Gold im 3000-Meter-Hindernislauf bei der Leichtathletik-EM in Birmingham. Karl Bebendorf holt Bronze. Ruben Querinjean aus Luxemburg wird Zweiter.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Ruppert gewinnt EM-Gold über 3000 Meter Hindernis, Bebendorf holt Bronze.
Host: Was mich am meisten überrascht hat, ist, dass Ruppert zwar als Europarekordhalter nach Birmingham gereist ist, das Rennen selbst aber alles andere als ein Selbstläufer war.
Guest: Genau, insofern war die taktische Anlage des Laufs entscheidend. Ruppert hat sich von Beginn an bewusst gemeinsam mit dem Spanier Daniel Arce an die Spitze des Feldes gesetzt, um eben nicht in den dichten Läuferpulk hineingezogen zu werden, wo Stürze und Zusammenstöße drohen.
Host: Während Bebendorf offenbar einen ganz anderen Ansatz gewählt hat, oder?
Guest: Richtig, er hielt sich zunächst im hinteren Mittelfeld auf, was sich im Nachhinein als taktischer Fehler herausstellte. Er selbst hat das nach dem Rennen ja auch eingeräumt.
Host: Und Buchholz, der dritte deutsche Finalist, lag laut Bericht in den ersten Runden abwechselnd auf Position vier und fünf, hat sich also im Mittelfeld bewegt, bevor er am Ende auf Platz neun landete.
Guest: Ja, mit 8:31,08 Minuten. Das Rennen verlief ja insgesamt in mäßigem Tempo, folglich blieb das Feld lange zusammen, bis sich 600 Meter vor dem Ziel alles änderte.
Host: Dieser Moment, in dem die Führenden das Tempo deutlich erhöhten...
Guest: Genau, dadurch zog sich das Feld regelrecht auseinander. Bebendorf versuchte in dieser Phase zwar noch, den Rückstand aufzuholen, allerdings hatte er nach eigener Einschätzung zu spät beschleunigt.
Host: Auf der Zielgeraden wurde es dann noch einmal spannend, mit Querinjean, der an Arce vorbeizog.
Guest: Und der anschließend auch von Bebendorf überholt wurde, sodass sich am Ende die Reihenfolge Ruppert, Querinjean, Bebendorf ergab. Ruppert ließ sich den Sieg jedenfalls nicht mehr nehmen.
Host: Mit welcher Zeit genau hat er gewonnen?
Guest: 8:25,33 Minuten. Querinjean folgte nur 28 Hundertstelsekunden dahinter, was zeigt, wie knapp es zwischen Platz eins und zwei tatsächlich war.
Host: Bemerkenswert finde ich, dass Ruppert schon vor der EM als klarer Favorit galt.
Guest: Das lag vor allem daran, dass er beim Diamond-League-Meeting in Rabat als erster Europäer überhaupt die Acht-Minuten-Marke über diese Distanz unterboten hatte. Damit reiste er quasi mit einem Erwartungsdruck an, den nicht jeder Athlet so leicht wegsteckt.
Host: Wie hat er selbst diesen Druck beschrieben?
Guest: Er sprach nach dem Rennen von großer Erleichterung. Interessant ist außerdem, dass er bekanntgegeben hat, im Januar Vater zu werden, und dass ihm dieser Gedanke im vergangenen Jahr zusätzliche Kraft gegeben habe.
Host: Das verleiht dem sportlichen Erfolg noch eine persönliche Note. Und Bebendorf, wie hat der seine Bronzemedaille eingeordnet?
Guest: Er wertete sie trotz des taktischen Fehlers als Achtungserfolg, machte aber deutlich, dass er sich eigentlich auf den Gewinn der Goldmedaille vorbereitet hatte.
Host: Also durchaus mit gemischten Gefühlen.
Guest: Genau, und zugleich mit einem klaren Ziel für die Zukunft: Er kündigte an, seinen Rückstand bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr wettmachen zu wollen.
Host: Ein Doppelerfolg für die deutsche Mannschaft also, wenngleich mit unterschiedlichen Ausgangslagen für die beiden Medaillengewinner.
Guest: Absolut, während Ruppert seine Favoritenrolle souverän bestätigte, bleibt bei Bebendorf trotz der Bronzemedaille ein gewisses Gefühl des ungenutzten Potenzials.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!