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Russischer Angriff bei Kiew fordert 37 Tote in Munitionslager
Ein russischer Luftangriff traf ein Munitionslager im Ort Myla bei Kiew. Mindestens 37 Menschen starben, viele davon in einem nahen Pflegeheim.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Russischer Angriff bei Kiew fordert 37 Tote in Munitionslager.
Host: Der russische Angriff auf Myla bei Kiew hat mindestens 37 Menschen das Leben gekostet, weil ein Munitionslager der ukrainischen Streitkräfte getroffen wurde.
Guest: Ja, und besonders erschütternd ist, dass Präsident Selenskyj das nicht allein den Russen anlastet, sondern auch von grober Fahrlässigkeit der eigenen Leute spricht.
Host: Er sagte doch, Munition dürfe eigentlich gar nicht in der Nähe von Wohnhäusern gelagert werden, oder?
Guest: Genau, deshalb wurden gegen die Verantwortlichen jetzt auch strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.
Host: Was mich am meisten schockiert, ist, dass 34 der Todesopfer offenbar Bewohner eines Pflegeheims waren, das durch die Explosion getroffen wurde.
Guest: Das zeigt, wie verheerend die Wirkung war, obwohl das Lager eigentlich militärisches Ziel gewesen sein sollte.
Host: Laut Tymur Tkatschenko wurden außerdem rund 50 Wohngebäude beschädigt, während sich ein Großbrand auf Häuser und sogar ein Restaurant ausbreitete.
Guest: Ministerpräsident Koretskyj hat daran erinnert, dass es im Juli in Wyschnewe schon einen ähnlichen Vorfall gab, bei dem 22 Menschen starben, weil dort ebenfalls ein Munitionsdepot getroffen wurde.
Host: Er nannte es kriminelle Fahrlässigkeit, dass sich so ein Fehler im fünften Kriegsjahr wiederholt, und forderte harte Strafen.
Guest: Interessant ist, dass das russische Verteidigungsministerium eine ganz andere Version verbreitet.
Host: Nämlich?
Guest: Dass in Myla Bauteile und Startvorrichtungen für Langstreckendrohnen gelagert worden seien, nicht nur gewöhnliche Munition.
Host: Zusätzlich behauptet Moskau, auch die Häfen von Mykolajiw und Ismajil sowie ein Lager mit Komponenten für die ukrainischen Flamingo-Marschflugkörper angegriffen zu haben.
Guest: Das lässt sich natürlich unabhängig kaum überprüfen.
Host: Am selben Tag gab es ja noch mehr Angriffe: In Kiew wurde ein zweijähriges Mädchen getötet, wie Bürgermeister Klitschko mitteilte.
Guest: Und in der Region Cherson starben laut Gouverneur Prokudin zwei Menschen, 27 wurden verletzt, obwohl etwa 70 Prozent dieser Region ohnehin schon unter russischer Kontrolle stehen.
Host: Seit Donnerstag fliegt Russland fast ununterbrochen Drohnenangriffe, vor allem auf Kiew, um wirtschaftliche Infrastruktur wie Einkaufszentren, Lagerhallen und Häfen zu treffen.
Guest: Ein Regierungsvertreter warnte sogar, dass Russland zunehmend schnellere, strahlgetriebene Drohnen einsetze, die viel schwerer abzufangen seien.
Host: Aber auch die Ukraine hat ja zurückgeschlagen, auf russisches Gebiet und auf die Krim.
Guest: Ja, in der Region Rostow wurden mindestens elf Menschen verletzt, in der Grenzregion Belgorod starben drei Menschen und neun wurden verletzt, und in Sewastopol auf der Krim kam eine Person ums Leben.
Host: Man sieht daran, dass sich der Krieg, der inzwischen viereinhalb Jahre andauert, weiterhin auf beiden Seiten der Grenze abspielt.
Guest: Und dass Fehler bei der Munitionslagerung, egal auf welcher Seite, am Ende die Zivilbevölkerung am härtesten treffen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!