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Russland greift Kiew mit Raketen und Drohnen an
Russland greift Kiew in der Nacht mit vielen Raketen und Drohnen an. Es gibt Tote und Verletzte. Auch Polen und Rumänien reagieren.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Russland greift Kiew mit Raketen und Drohnen an.
Host: Zwölf Tote und über dreißig Verletzte – das ist die traurige Bilanz des nächtlichen Großangriffs auf Kiew.
Guest: Ja, und was diesen Angriff so verheerend macht, ist die schiere Masse an eingesetzten Waffen: Dutzende ballistische Raketen und fast 170 Drohnen kamen gleichzeitig zum Einsatz.
Host: Der Luftalarm zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin. Wie hat sich das konkret auf die Stadt ausgewirkt?
Guest: Zwölf Orte in drei Stadtteilen wurden getroffen – Darnyzja, Swjatoschyn und Solomjanka. Dort wurden Wohnhäuser, aber auch eine Klinik und eine Schule beschädigt.
Host: Besonders dramatisch klingt der Fall in Solomjanka, wo ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen wurde.
Guest: Genau, die beiden obersten Etagen wurden komplett zerstört, und in weiteren Stockwerken brachen Feuer aus. Zeitweise saßen Menschen in zwei Wohnhäusern sowie im Schutzraum einer Schule fest.
Host: Das heißt, selbst Schutzräume boten offenbar keine vollständige Sicherheit mehr?
Guest: Insofern schon, als die Menschen dort überlebt haben – allerdings waren sie eben eingeschlossen, bis die Rettungskräfte sie befreien konnten.
Host: Auch außerhalb Kiews gab es Opfer, richtig?
Guest: Ja, im Gebiet Browary starb laut dem dortigen Gouverneur ein Mann, ein weiterer wurde verletzt. Diese Angaben sind allerdings bislang nicht unabhängig bestätigt worden.
Host: Landesweit galt in weiten Teilen der Ukraine Luftalarm – der Angriff war also keineswegs auf Kiew beschränkt.
Guest: Nein, und das passt zu einem Muster, das sich seit Monaten beobachten lässt: Beide Seiten fahren ihre gegenseitigen Angriffe hoch, wobei Russland verstärkt Waffen mit großer Reichweite einsetzt.
Host: Während die ukrainische Führung wiederholt beklagt, ihr fehle es an Flugabwehrraketen, um solche Attacken überhaupt abzuwehren.
Guest: Genau das ist der Kern des Problems – ohne ausreichende Luftverteidigung lassen sich derart massive, kombinierte Angriffe aus Raketen und Drohnen kaum vollständig abfangen.
Host: Interessant ist, dass auch Nachbarländer reagiert haben, obwohl sie ja gar nicht direkt Kriegspartei sind.
Guest: Polen hat vorsorglich eigene Luftraumsicherungsmaßnahmen eingeleitet, die Armee sprach über den Onlinedienst X von militärischen Flugoperationen.
Host: Und wie sah es in Rumänien aus?
Guest: Dort erfassten Radarstationen in der Nacht Flugobjekte nahe der ukrainischen Grenze. Daraufhin stiegen zwei spanische Kampfjets, die im Rahmen eines Nato-Einsatzes dort stationiert sind, sowie ein rumänischer Militärhubschrauber auf.
Host: Gab es dabei einen konkreten Zwischenfall?
Guest: Ja, in der Nähe von Galați im Kreis Tulcea stürzte eine Drohne in einem unbewohnten Gebiet ab – ohne Schaden anzurichten, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Host: Bemerkenswert ist außerdem, dass Russland umgekehrt eigene Angriffe meldete.
Guest: Der Moskauer Bürgermeister Sobjanin erklärte, in der Nacht seien mindestens 250 Drohnen gegen das Gebiet Moskau geflogen, von denen der Großteil habe abgefangen oder zerstört werden können.
Host: Das zeigt, wie symmetrisch dieser Schlagabtausch mittlerweile verläuft.
Guest: Zumindest was die reine Größenordnung angeht, ja – wobei sich die humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung in Kiew natürlich nicht mit abgefangenen Drohnen über Moskau gleichsetzen lassen.
Host: Was mich am meisten beschäftigt, ist die Rolle Polens und Rumäniens: Sie greifen ja nicht ins Kriegsgeschehen ein, reagieren aber dennoch militärisch.
Guest: Das verdeutlicht, wie sehr sich der Krieg mittlerweile auf die gesamte Nachbarschaft auswirkt – als Nato-Mitglieder müssen sie auf jede Aktivität nahe ihrer Grenzen reagieren, obwohl sie selbst nicht direkt Kriegspartei sind.
Host: Ein einziger abgestürzter Drohnenkörper reicht also schon aus, um gleich mehrere Länder in Alarmbereitschaft zu versetzen.
Guest: Folglich lässt sich dieser Konflikt längst nicht mehr allein auf das ukrainisch-russische Verhältnis reduzieren, sondern er hat eine ganze Region in Anspannung versetzt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!