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B2
Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle
Am Flughafen Leipzig/Halle findet ein Mitarbeiter eine Drohne mit Sprengstoff. Der Zünder ist defekt, deshalb gibt es keine Explosion. Der Generalbundesanwalt ermittelt. Politiker diskutieren jetzt über besseren Schutz für Flughäfen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle: Generalbundesanwalt ermittelt.
Host: Ein Flughafenmitarbeiter hat am 5. August eine Drohne entdeckt, an der ein Sprengsatz befestigt war – und zwar nur wenige Meter von ukrainischen Frachtflugzeugen entfernt, die auf dem Gelände in Leipzig/Halle standen.
Guest: Ja, das ist wirklich beunruhigend. In einer Konservendose befand sich der Plastiksprengstoff Semtex. Nur weil der Zünder defekt war, kam es nicht zu einer Explosion.
Host: Was mich am meisten erschreckt, ist, dass es sich offenbar nicht um ein handelsübliches Gerät gehandelt hat, oder?
Guest: Genau, die Ermittler betonen, dass die Drohne eigens angefertigt wurde, und zwar mit hoher Professionalität. Sie konnte über das LTE-Mobilfunknetz gesteuert werden, weshalb sie aus großer Entfernung geflogen werden konnte.
Host: Das bedeutet also, dass keine Fernsteuerung in Sichtweite nötig war, damit die Täter die Drohne lenken konnten.
Guest: Richtig, und genau das erschwert die Suche nach den Verantwortlichen erheblich, weil sie sich nicht in der Nähe des Flughafens aufhalten mussten.
Host: Wer ermittelt jetzt eigentlich in diesem Fall?
Guest: Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. Die Behörde spricht von einem schweren Angriff auf die Verkehrs- und Logistikinfrastruktur in Deutschland.
Host: Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass Leipzig/Halle einer der wichtigsten Frachtstandorte Europas ist.
Guest: Und der Flughafen spielt außerdem eine Rolle bei Transporten, die mit dem Krieg in der Ukraine zusammenhängen. Deshalb lag die Drohne ja auch in der Nähe der ukrainischen Frachtflugzeuge.
Host: Gab es nicht auch noch einen zweiten Vorfall, der die Ermittler beschäftigt?
Guest: Doch, nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ist offenbar ein weiteres Flugobjekt mit einem Frachtflugzeug kollidiert. Die Maschine musste ihren Landeanflug abbrechen, weil die Landebahn gesperrt worden war.
Host: Das klingt, als hätten die beiden Vorfälle die politische Debatte über den Schutz ziviler Flughäfen ausgelöst.
Guest: Absolut. Ein Verantwortlicher sprach sogar von einer neuen Qualität der Bedrohung. Während es bisher meist um Störungen des Flugbetriebs durch unvorsichtige oder neugierige Piloten ging, ist ein Sprengsatz an Bord eine völlig andere Dimension.
Host: Welche Maßnahmen werden denn jetzt diskutiert, um solche Angriffe künftig zu verhindern?
Guest: Diskutiert werden bessere Erkennungssysteme sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen der Bundespolizei und den Flughafenbetreibern. Außerdem wird über Abwehrtechnik gesprochen, mit der Drohnen gestört oder heruntergeholt werden können.
Host: Und weiß man inzwischen, wer hinter dem Anschlagsversuch steckt?
Guest: Nein, das ist bislang völlig unklar. Obwohl der Generalbundesanwalt ermittelt, gibt es noch keine konkreten Hinweise auf die Verantwortlichen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!