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Studie: AfD-Wirtschaftspolitik richtet sich nicht nach Arbeiterinteressen
Eine Studie der Universität Tübingen zeigt: Die AfD bekommt viele Stimmen von Arbeiterinnen und Arbeitern, aber ihre Wirtschaftspolitik ist sehr marktliberal.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Studie: AfD-Wirtschaftspolitik richtet sich nicht nach Arbeiterinteressen.
Host: Laut einer neuen Studie hat die AfD bei der letzten Bundestagswahl mehr Stimmen von Arbeiterinnen und Arbeitern bekommen als jede andere Partei, zwischen 30 und 38 Prozent.
Guest: Ja, aber die Studie der Universität Tübingen zeigt, dass die Wirtschaftspolitik der Partei kaum im Interesse dieser Wähler liegt.
Host: Wer hat das untersucht?
Guest: Der Politikwissenschaftler Floris Biskamp. Er hat alle Wahlprogramme der AfD seit 2013 analysiert und mit dem Wahl-O-Mat verglichen.
Host: Und was ist das Ergebnis?
Guest: Auf einer Skala von 0 bis 100, von sozialstaatlich bis marktliberal, erreichte die AfD 2025 einen Wert von 92 Prozent.
Host: Ist das viel im Vergleich zu anderen Parteien?
Guest: Ja, mehr als die Union mit 79 Prozent. Nur die FDP liegt mit 100 Prozent vorne. SPD und Grüne erreichen jeweils nur 25 Prozent.
Host: Hat sich die AfD über die Jahre verändert?
Guest: Ja, 2013 lag sie bei 89 Prozent, 2017 bei 83, 2021 bei 71. 2025 stieg sie wieder auf 92 Prozent.
Host: Trotzdem wirbt die Partei gezielt um Arbeiter, oder?
Guest: Genau. Ein internes Papier von 2016 nennt "kleine Leute", Arbeiter und Arbeitslose ausdrücklich als Zielgruppen.
Host: Wie erklärt Biskamp diesen Widerspruch?
Guest: Er sagt, dass sich nur das äußere Erscheinungsbild verändert hat, nicht das wirtschaftspolitische Programm.
Host: Der AfD-Politiker René Springer sieht das anders.
Guest: Ja, er meint, dass andere Parteien wie die SPD eine Repräsentationslücke hinterlassen haben, die seine Partei jetzt fülle.
Host: Was sind für ihn die Interessen der Arbeiterschaft?
Guest: Er nennt Heimat, Familie und Leistung, räumt aber ein, dass diese Werte nicht nur Arbeiter teilen.
Host: Und was zeigt die Studie aus Mannheim zu den Steuerplänen?
Guest: Sie kommt zum Ergebnis, dass die Steuervorschläge der AfD vor allem Menschen mit hohem Einkommen nützen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!