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USA sichern sich Zugriff auf Milliarden Barrel Öl aus Venezuela
Die USA bekommen Zugriff auf mehr als 65 Milliarden Barrel Öl aus Venezuela. Präsident Trump und die venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez haben ein Abkommen verkündet.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über USA sichern sich Zugriff auf Milliarden Barrel Öl aus Venezuela.
Host: Trump hat verkündet, dass die USA künftig Zugriff auf mehr als 65 Milliarden Barrel nachgewiesener venezolanischer Ölreserven erhalten sollen. Wie ist das einzuordnen?
Guest: Das ist tatsächlich ungewöhnlich, denn normalerweise sichert sich eine Regierung keinen direkten Anteil an den Ölvorkommen eines fremden Staates. Die Vereinbarung wurde offenbar mit privaten Unternehmen getroffen, und die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez hat zugestimmt.
Host: Trump behauptet, dass den amerikanischen Steuerzahlern dadurch keine Kosten entstehen. Stimmt das?
Guest: Zumindest laut seinen eigenen Angaben ja. Langfristig sollen sogar die Benzinpreise in den USA sinken, weil sich die verfügbare Ölmenge mehr als verdoppeln würde.
Host: Außenminister Rubio hat ja auch von Vorteilen für Venezuela gesprochen.
Guest: Genau, er verwies auf fast 100 Milliarden Dollar an privaten Investitionen sowie auf tausende gut bezahlte Arbeitsplätze, die geschaffen werden sollen. Außerdem sollen dadurch Impulse für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes entstehen.
Host: Bleibt trotzdem unklar, wie genau die Übertragung rechtlich funktioniert?
Guest: Ja, offen ist bislang, ob es sich um einen Verkauf oder um eine Übertragung von Eigentumsrechten handelt. Das wurde bisher nicht genauer erklärt.
Host: Um das einzuordnen, müssen wir kurz zurückblicken. Was war der Hintergrund?
Guest: Der Sturz des früheren Machthabers Nicolás Maduro. Im Januar 2026 nahmen US-Soldaten ihn in Caracas fest und brachten ihn nach New York, wo ihm wegen des Vorwurfs des Drogenterrorismus der Prozess gemacht werden soll.
Host: Und danach hat sich Trump mit Rodríguez arrangiert?
Guest: Richtig, mit Maduros früherer Stellvertreterin. Er drängte auf Öllieferungen aus Venezuela und auf Investitionen amerikanischer Konzerne im Land.
Host: Ging es dabei auch um einen demokratischen Wandel?
Guest: Offenbar nicht. Obwohl Oppositionsführerin María Corina Machado Trump ihren Friedensnobelpreis widmete, erhält sie von ihm keine Unterstützung.
Host: Verkaufen die USA schon länger venezolanisches Öl?
Guest: Ja, bereits seit der Festnahme Maduros. Ein Teil der Erlöse soll zwar an Venezuela fließen, aber die Regierung in Caracas muss die Verwendung mit Washington abstimmen.
Host: Wie viel wurde bisher eingenommen?
Guest: Laut einem Bericht der Financial Times von Ende Juli haben die USA bislang rund 13 Milliarden Dollar mit dem Ölverkauf eingenommen. Dokumentiert ist bisher aber nur eine einzige Zahlung von 300 Millionen Dollar im März.
Host: Das klingt nach wenig Transparenz.
Guest: Genau das kritisieren auch viele Beobachter. Ihnen zufolge bedienen sich die USA an fremden Bodenschätzen, während sie gleichzeitig eine autoritäre Regierung stützen.
Host: Und wie eng ist die Verbindung zwischen Washington und Caracas mittlerweile?
Guest: Sehr eng. Laut Berichten steht Rubio nahezu täglich in Kontakt mit Rodríguez, sodass er die Entscheidungen in Caracas maßgeblich lenkt.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!