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Wanderndes Schwarzes Loch: 30.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt
Astronominnen und Astronomen haben ein Schwarzes Loch weit ausserhalb des Zentrums seiner Galaxie entdeckt. Ein zerrissener Stern hat den Fund sichtbar gemacht.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Wanderndes Schwarzes Loch: 30.000 Lichtjahre vom Zentrum seiner Galaxie entfernt.
Host: Stell dir vor, ein Schwarzes Loch sitzt nicht im Zentrum seiner Galaxie, sondern weit davon entfernt.
Guest: Ja, genau das haben Astronominnen und Astronomen entdeckt. Es ist das erste ruhende Schwarze Loch dieser Klasse, das so weit ausserhalb eines galaktischen Kerns gefunden wurde, rund 30.000 Lichtjahre vom Zentrum entfernt.
Host: Wann wurden die Ergebnisse veröffentlicht?
Guest: Am 27. Juli 2026, in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters.
Host: Zu welcher Galaxie gehört das Schwarze Loch?
Guest: Zur Galaxie WISEA J014656.04-152214.7. Das ist eine massereiche Galaxie im Sternbild Walfisch, etwa 750 Millionen Lichtjahre entfernt.
Host: Und wie gross ist das Schwarze Loch?
Guest: Seine Masse ist ungefähr so gross wie die des Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstrasse.
Host: Aber wie hat man es überhaupt entdeckt, wenn es so weit vom Zentrum entfernt ist?
Guest: Nur durch Zufall. Ein Stern kam dem Schwarzen Loch zu nahe und wurde von dessen Gezeitenkräften zerrissen. Dabei entstand ein kurzer, aber sehr heller Lichtausbruch. Solche Ereignisse nennt man Gezeitenstörungen.
Host: Und ohne diesen Ausbruch?
Guest: Dann wäre das Schwarze Loch unsichtbar geblieben, weil es ruht und kaum Material verschluckt. Deshalb sendet es keine Strahlung aus.
Host: Bisher dachte man doch, dass solche Schwarzen Löcher immer im Zentrum sitzen.
Guest: Genau, deshalb stellt dieser Fund die bisherige Annahme infrage.
Host: Wie kann man das erklären?
Guest: Vielleicht stammt das Schwarze Loch aus einer kleineren Galaxie, die vor langer Zeit mit der grösseren verschmolzen ist und noch nicht ins Zentrum gewandert ist.
Host: Gibt es noch eine andere Erklärung?
Guest: Ja, vielleicht wurde es bei der Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher durch den Rückstoss der Gravitationswellen aus dem Kern geschleudert.
Host: Weiss man, wie viele solcher wandernden Schwarzen Löcher es gibt?
Guest: Nein, das ist noch offen. Künftige Durchmusterungen des Himmels könnten weitere Gezeitenstörungen aufspüren und so weitere versteckte Schwarze Löcher verraten.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!