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Warum ausgetrocknete Moore so gefährlich brennen
Im belgischen Hohen Venn brennt ein Moor nicht nur an der Oberfläche, sondern auch tief unter der Erde. Trockener Torf macht solche Feuer besonders schwer zu löschen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Warum ausgetrocknete Moore so gefährlich brennen.
Host: Im Hohen Venn brennt nicht nur die Oberfläche, sondern auch der Boden darunter, oder?
Guest: Genau. Die Feuerwehr kämpft gegen Flammen und gegen ein Feuer, das sich unsichtbar im Torfmoor ausbreitet.
Host: Warum ist das so gefährlich?
Guest: Weil sich das Feuer im Untergrund unbemerkt ausbreitet. Die Forscherin Tanja Sanders sagt, Moorbrände verhalten sich anders als normale Waldbrände.
Host: Inwiefern anders?
Guest: Normale Brände lassen sich gut lokalisieren und hängen vom Wind ab. Ein Moorbrand wandert meterweit im Torf und bricht woanders wieder aus.
Host: Deshalb spricht man von Zombiefeuer?
Guest: Ja, weil es scheinbar tot ist, aber zurückkommt. Ein Feuerwehrsprecher aus Monschau rechnet mit Löscharbeiten, die noch Wochen dauern.
Host: Aber das Hohe Venn zählt doch zu Mooren, die kaum brennen?
Guest: Stimmt, sagt der Biologe Tobias Ceulemans. Jahrzehntelange Entwässerung hat den Boden ausgetrocknet, weil man Platz für Fichtenforst schaffen wollte.
Host: Der Mensch hat den Boden also anfällig gemacht?
Guest: Genau das kritisiert Ceulemans. Auf so einem Boden hätte man keinen Nutzforst anlegen dürfen.
Host: Und wenn das Moor trocken ist?
Guest: Dann frisst sich das Feuer ins Erdreich und wird zu einem Schwelbrand, mit giftigem Rauch und Kohlenmonoxid, aber ohne sichtbare Flammen.
Host: Wie löscht man das?
Guest: Man braucht enorme Mengen Wasser, weil die ganze Fläche durchfeuchtet werden muss.
Host: Bleiben solche Feuer lange aktiv?
Guest: Ja, in der Region Bordeaux wird ein Gebiet seit 2022 überwacht. Zwei Jahre lang fanden Einsatzkräfte immer wieder Reste des Feuers.
Host: Kann also jederzeit ein neuer Brand entstehen?
Guest: Besonders bei Trockenheit und Wind. Kommandant Matthieu Jomain erkennt das an glimmenden Wurzeln oder Rauch aus dem Nichts.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!