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Fünf Tassen Kaffee am Tag gelten als unbedenklich
Die American Heart Association sagt: Kaffee ist gut für das Herz. Bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag sind für gesunde Erwachsene sicher. Für schwangere Frauen gilt eine niedrigere Grenze.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Fünf Tassen Kaffee am Tag gelten als unbedenklich.
Host: Fünf Tassen Kaffee am Tag sollen jetzt sogar gut fürs Herz sein - das klingt fast zu schön, um wahr zu sein.
Guest: Genau das hat die American Heart Association kürzlich bestätigt. Sie hat den aktuellen Forschungsstand ausgewertet und kam zu einem positiven Ergebnis für die Herzgesundheit.
Host: Wie viel Koffein ist denn konkret gemeint?
Guest: Bis zu 400 Milligramm pro Tag gelten für die meisten gesunden Erwachsenen nicht nur als unbedenklich, sondern sind sogar mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.
Host: Und wie viele Tassen entspricht das ungefähr?
Guest: Laut AHA etwa drei bis fünf Tassen schwarzem Filterkaffee, jeweils mit rund 240 Millilitern.
Host: Ist das eine Einzelmeinung, oder gibt es weitere Belege?
Guest: Auch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA stuft dieselbe Menge als sicher ein, und eine britische Studie mit knapp 450.000 Teilnehmenden kam 2023 zu ähnlichen Resultaten.
Host: Gilt das auch für Schwangere?
Guest: Nein, für sie empfiehlt die EFSA eine niedrigere Obergrenze von 200 Milligramm täglich.
Host: Was passiert eigentlich im Körper, wenn man Koffein trinkt?
Guest: Kurzfristig können Puls und Blutdruck steigen, obwohl sich der Körper bei regelmäßigem Konsum daran gewöhnt.
Host: Das heißt, Vielkonsumenten reagieren gelassener?
Guest: Genau. Omar Hahad von der Universitätsmedizin Mainz erklärt, dass langfristige Studien im Schnitt eher Vorteile für Herz und Gefäße zeigen.
Host: Kann man daraus schließen, dass Kaffee wirklich die Ursache dafür ist?
Guest: Nicht unbedingt, denn die meisten Daten stammen aus Beobachtungsstudien, weshalb sich daraus kein direkter Ursache-Wirkungs-Zusammenhang ableiten lässt.
Host: Gregory Marcus, der die Bewertung geleitet hat, warnt ja auch vor Missverständnissen.
Guest: Richtig, er betont, dass die Ergebnisse keine generelle Kaffee-Empfehlung sind, da die Verträglichkeit individuell sehr unterschiedlich ist.
Host: Gibt es noch weitere aktuelle Erkenntnisse?
Guest: Eine 2025 veröffentlichte US-Studie mit über 40.000 Erwachsenen fand einen Zusammenhang zwischen morgendlichem Kaffeekonsum und einer niedrigeren Sterblichkeit.
Host: Und beim Diabetesrisiko?
Guest: Da zeigt sich laut Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung ein deutlicher Effekt: Menschen mit regelmäßigem Kaffeekonsum erkranken seltener an Typ-2-Diabetes.
Host: Liegt das am Koffein selbst?
Guest: Nicht nur, denn der Zusammenhang besteht auch bei entkoffeiniertem Kaffee, was darauf hindeutet, dass andere Inhaltsstoffe wie Chlorogensäuren ebenfalls eine Rolle spielen könnten.
Host: Zuletzt gab es ja Berichte über Pestizidrückstände in Kaffee. Ist das besorgniserregend?
Guest: Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat sich dazu geäußert. BfR-Experte Jens Schubert sagt, dass der Nachweis eines Pflanzenschutzmittels allein noch keine Gefahr für Verbraucher bedeutet.
Host: Besteht also kein Risiko?
Guest: Nach aktuellem Kenntnisstand besteht für Kaffee kein Gesundheitsrisiko, auch wenn bei rund zwei bis drei Prozent der untersuchten Rohkaffeeproben Grenzwerte überschritten wurden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!