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Jurist András Baka soll neuer Präsident Ungarns werden
Ungarns Parlament wählt heute einen neuen Präsidenten. Favorit ist der Jurist András Baka, der früher gegen eine Justizreform von Viktor Orban protestierte. Nach dem Ende der Ära Orban will die neue Regierung Ungarn zu einer freien Demokratie machen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Ungarn wählt neues Staatsoberhaupt: András Baka als Favorit.
Host: Heute wählt das ungarische Parlament ein neues Staatsoberhaupt. Favorit ist András Baka. Wer ist das?
Guest: Baka ist Jurist und war früher Präsident des Obersten Gerichtshofs. Schon vor 15 Jahren hatte er einen Machtkampf mit Viktor Orban.
Host: Was ist damals passiert?
Guest: 2011 protestierte Baka gegen Orbans Justizreform, die die Unabhängigkeit der Gerichte stark einschränkte. Danach wurde er faktisch aus seinem Amt gedrängt.
Host: Wie hat die europäische Justiz reagiert?
Guest: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stufte das später als Rechtsverletzung ein. Orban ignorierte das Urteil aber.
Host: Und wie ist die Lage in Ungarn heute?
Guest: Im April ging die Ära Orban nach 16 Jahren zu Ende. Die Tisza-Partei von Péter Magyar gewann die Wahl und bekam eine Zweidrittelmehrheit.
Host: Was will Magyar damit erreichen?
Guest: Er will Ungarn zu einer liberalen Demokratie zurückführen, mit unabhängiger Justiz und freien Medien. Baka teilt diese Ziele.
Host: Hat sich Baka dazu geäußert?
Guest: Ja, im Sender Klub Rádió sagte er, der Abbau eines autoritären Systems erfordere außergewöhnliche Schritte.
Host: Was geschah mit Präsident Tamás Sulyok?
Guest: Mitte Juli änderte Magyars Partei die Verfassung, um seine Absetzung zu ermöglichen. Baka hatte ihm schon vorher zum Rücktritt geraten.
Host: Wann musste Sulyok gehen?
Guest: Am 19. Juli schied er aus dem Amt.
Host: Wie reagiert die Opposition auf die heutige Wahl?
Guest: Fidesz wirft der Regierung einen Verfassungsbruch vor und boykottiert deshalb die Wahl.
Host: Und was sagt Baka zu diesem Vorwurf?
Guest: Er betont, dass jede Entscheidung rechtsstaatlichen Grundsätzen genügen muss, auch bei einer Zweidrittelmehrheit. Sein eigener Fall zeigt das: Seine Absetzung war formal verfassungsgemäß, wurde aber vom Gerichtshof in Straßburg als rechtswidrig eingestuft.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!