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Sammelklage wirft Meta rechtswidrige Datensammlung vor
Ein Verein aus Wien klagt gegen Meta. Meta soll Daten von Millionen Nutzern ohne Zustimmung gesammelt haben.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Sammelklage wirft Meta rechtswidrige Datensammlung vor.
Host: Der Verbraucherschutzverein VSV hat eine Sammelklage gegen Meta eingereicht, direkt vor dem Oberlandesgericht Hamburg.
Guest: Ja, das Aktenzeichen lautet 11 VKl 1/25. Der Vorwurf ist, dass Meta das Surfverhalten von Nutzern verfolgt, auch auf fremden Webseiten.
Host: Wie viele Menschen sind denn betroffen?
Guest: Bis zu 50 Millionen Menschen in Deutschland, weil die Tracking-Tools auf bis zu 5,8 Millionen Internetseiten eingesetzt werden.
Host: Das heißt, wenn ich einen Onlineshop besuche, sammelt Meta meine Daten?
Guest: Genau. Und wenig später erscheint dann passende Werbung im Social-Media-Feed, weil die Nutzer meistens nicht zugestimmt haben.
Host: Wie viele Menschen haben sich der Klage schon angeschlossen?
Guest: Schon rund 400.000 Internetnutzer, zum Beispiel der Stuttgarter Social-Media-Experte Julian Bossert.
Host: Wer finanziert das Verfahren eigentlich?
Guest: Der Prozessfinanzierer Padronus. Geschäftsführer Richard Eibl hat die Vorwürfe vorher genau geprüft.
Host: Und wer vertritt die Kläger vor Gericht?
Guest: Der Berliner Anwalt Max Baumeister. Er war schon in mehreren Einzelverfahren gegen Meta erfolgreich.
Host: Wie hoch war der Schadensersatz in solchen Fällen?
Guest: Das Oberlandesgericht Brandenburg sprach 500 Euro zu, in einem anderen, noch nicht rechtskräftigen Urteil sogar 5.000 Euro.
Host: Welche rechtliche Grundlage nutzen die Kläger?
Guest: Die Datenschutz-Grundverordnung, denn persönliche Daten dürfen nur mit Zustimmung verarbeitet werden.
Host: Hat sich Meta denn schon geändert, nach der EU-Geldbuße von 1,2 Milliarden Euro 2023?
Guest: Laut Baumeister leider kaum. Und weil Irland für die Vollstreckung zuständig ist, werden Urteile selten durchgesetzt.
Host: Wie reagiert Meta auf die Vorwürfe?
Guest: Meta weist alles zurück und sagt, die Geschäftspartner würden selbst entscheiden, wie sie die Tools nutzen.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!