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Trump verlangt nach Dieselabkommen mit Putin Rücktritt Selenskyjs
Trump fordert den Rücktritt von Selenskyj, nachdem er ein Dieselabkommen mit Putin geschlossen hat. Selenskyj nennt den Deal unfair und unehrlich.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Trump verlangt nach Dieselabkommen mit Putin Rücktritt Selenskyjs.
Host: Trump hat Selenskyj offen zum Rücktritt aufgefordert, weil dieser angeblich nie bereit gewesen sei, den Krieg zu beenden.
Guest: Ja, das sagte er vor Journalisten im Weißen Haus. Dabei erwähnte er nicht, dass der Krieg vor über vier Jahren durch einen russischen Angriff begonnen hat.
Host: Und dass Putin selbst mehrere Vorschläge für einen Waffenstillstand abgelehnt hat, blieb bei Trump ebenfalls unerwähnt.
Guest: Genau. Interessant ist, dass dieser Vorwurf ausgerechnet einen Tag nach einem Abkommen kommt, das Trump mit Putin geschlossen hat.
Host: Worum geht es bei diesem Deal konkret?
Guest: Russland soll trotz bestehender Sanktionen über dreihunderttausend Tonnen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Im November soll eine halbe Million Tonnen folgen, danach sogar zusätzlich eine Million Tonnen.
Host: Das klingt nach viel, aber laut der US-Energiebehörde EIA deckt die erste Lieferung den gesamten US-Verbrauch nur für etwa vierzehn Stunden.
Guest: Trump begründet den Deal mit den hohen Kraftstoffpreisen, die kurz vor den Kongresswahlen am dritten November innenpolitisch Druck erzeugen.
Host: Er wirft Selenskyj außerdem vor, mit seinen Angriffen auf russische Raffinerien die Versorgung zu gefährden, und fordert ein Ende dieser Angriffe.
Guest: Dabei gilt als Hauptursache für die gestiegenen Öl- und Dieselpreise eigentlich der Krieg gegen den Iran, den Trump zusammen mit Netanjahu im Februar begonnen hat.
Host: Wie hat Selenskyj auf das Abkommen reagiert?
Guest: Gegenüber dem Portal Axios nannte er es unfair und unehrlich. Besonders ärgerte ihn, dass Witkoff und Kushner zur gleichen Zeit in Miami mit ukrainischen Vertretern über ein Kriegsende verhandelten, ohne den Dieseldeal überhaupt zu erwähnen.
Host: Auf Telegram ging er noch weiter, oder?
Guest: Ja, dort bezeichnete er die Freigabe russischer Öllieferungen als Investition in die Fortsetzung des Krieges.
Host: Gleichzeitig ist etwas anderes fast untergegangen: ein russischer Angriff im Südosten der Ukraine am Samstag, bei dem mindestens zwanzig Menschen getötet wurden, darunter drei Kinder.
Guest: Trump hat diesen Angriff mit keinem Wort erwähnt, obwohl er zeitlich sehr nahe an seinen Vorwürfen gegen Selenskyj liegt.
Host: Wie haben die europäischen Partner darauf reagiert?
Guest: Sie haben sich klar hinter Selenskyj gestellt. Der britische Premierminister Andy Burnham sicherte ihm uneingeschränkte Solidarität sowie schärfere Sanktionen gegen Russland zu.
Host: Und er forderte zusätzlich einen Waffenstillstand im Energiebereich, richtig?
Guest: Genau, und beide Seiten haben sich außerdem auf ein baldiges persönliches Treffen verständigt.
Host: Hat sich auch Deutschland geäußert?
Guest: Ja, ein Regierungssprecher betonte, die Hilfe für die Ukraine bleibe ungebrochen, während das Wirtschaftsministerium weiterhin an den bestehenden Sanktionspaketen festhalten will.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!