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Trump verlangt nach Dieselabkommen mit Putin Rücktritt Selenskyjs
Trump fordert den Rücktritt von Selenskyj, nachdem er ein Dieselabkommen mit Putin geschlossen hat. Selenskyj nennt den Deal unfair und unehrlich.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Trump verlangt nach Dieselabkommen mit Putin Rücktritt Selenskyjs.
Host: Trump hat Selenskyj im Weißen Haus offen zum Rücktritt aufgefordert, oder?
Guest: Ja, genau, allerdings fiel das in einem ziemlich aggressiven Ton. Er sagte vor Journalisten, die Ukraine brauche endlich einen Präsidenten, der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden.
Host: Also unterstellt er Selenskyj, dass er den Krieg gar nicht beenden wolle?
Guest: Genau das. Trump behauptete, Selenskyj habe trotz zahlreicher Gelegenheiten nie den Willen dazu gezeigt – was insofern bemerkenswert ist, als er dabei völlig verschweigt, wie der Krieg überhaupt begann.
Host: Nämlich durch einen russischen Angriff vor über vier Jahren.
Guest: Richtig, und Putin hat zudem mehrere Vorschläge für einen Waffenstillstand abgelehnt. Das erwähnte Trump mit keinem Wort.
Host: Was steckt eigentlich hinter diesem plötzlichen Angriff auf Selenskyj?
Guest: Ein Abkommen, das Trump am Vortag mit Putin geschlossen hat. Russland soll trotz bestehender Sanktionen über 300.000 Tonnen Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern.
Host: Das klingt erstmal nach einer großen Menge.
Guest: Klingt so, ist es aber kaum. Laut der US-Energiebehörde EIA deckt diese erste Lieferung den US-Verbrauch gerade einmal rund 14 Stunden lang.
Host: Also eher symbolisch als wirklich entlastend.
Guest: Insofern schon, ja. Im November soll zwar noch eine halbe Million Tonnen folgen, danach zusätzlich eine Million – aber der unmittelbare Effekt bleibt überschaubar.
Host: Warum treibt Trump das Ganze dann so voran?
Guest: Er begründet es mit den hohen Kraftstoffpreisen, die vor den Kongresswahlen am 3. November innenpolitisch Druck erzeugen. Da kommt ihm jede Entlastung an der Zapfsäule gelegen.
Host: Und gleichzeitig schiebt er die Schuld an steigenden Preisen offenbar der Ukraine zu?
Guest: Genau, er warf Selenskyj vor, mit Angriffen auf russische Raffinerien die Versorgung zu gefährden, und forderte, diese Angriffe zu beenden.
Host: Dabei dürfte die eigentliche Ursache doch woanders liegen.
Guest: Absolut. Als Hauptursache für die gestiegenen Öl- und Dieselpreise gilt der Krieg gegen den Iran, den Trump gemeinsam mit Netanyahu im Februar begonnen hat. Das bleibt bei ihm aber unerwähnt.
Host: Wie hat Selenskyj denn auf den Dieseldeal reagiert?
Guest: Gegenüber Axios nannte er die Vereinbarung unfair und unehrlich. Besonders ärgerte ihn wohl, dass Trumps Unterhändler Witkoff und Kushner zur selben Zeit in Miami mit ukrainischen Vertretern über ein Kriegsende verhandelten, ohne den Dieseldeal überhaupt zu erwähnen.
Host: Das wirkt schon wie ein Vertrauensbruch.
Guest: So hat er es offenbar auch empfunden. Auf Telegram bezeichnete er die Freigabe der russischen Öllieferungen sogar als Investition in die Fortsetzung des Krieges.
Host: Hat Trump in dem Zusammenhang eigentlich auch über die aktuelle Lage in der Ukraine gesprochen?
Guest: Nein, bemerkenswerterweise nicht. Unerwähnt blieb bei ihm ein russischer Angriff im Südosten der Ukraine am Samstag, bei dem mindestens 20 Menschen getötet wurden, darunter drei Kinder.
Host: Wie haben die europäischen Partner auf die Vorwürfe gegen Selenskyj reagiert?
Guest: Sie stellten sich klar hinter ihn. Der britische Premierminister Andy Burnham sicherte der Ukraine uneingeschränkte Solidarität zu und forderte schärfere Sanktionen gegen Russland sowie einen Waffenstillstand im Energiebereich.
Host: Gibt es dazu schon konkrete nächste Schritte?
Guest: Beide Seiten haben ein baldiges persönliches Treffen vereinbart. Auch die deutsche Bundesregierung bekräftigte ihre Unterstützung.
Host: Was genau hat Berlin dazu gesagt?
Guest: Ein Regierungssprecher betonte, die Hilfe für die Ukraine bleibe ungebrochen, während das Wirtschaftsministerium an den bestehenden Sanktionspaketen festhalten will.
Host: Also trotz des Dieseldeals keine Lockerung der europäischen Linie.
Guest: Genau, insofern driften die amerikanische und die europäische Position in dieser Frage derzeit deutlich auseinander.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!