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Ungarn schafft zentrale Anti-LGBTQ-Regeln ab
Das Parlament in Budapest hat ein umstrittenes Gesetz aus der Zeit von Viktor Orban geändert. Die neue Regierung von Peter Magyar hat die Regeln gegen Homosexualität in Medien abgeschafft. Die EU hatte das alte Gesetz kritisiert und Geld blockiert.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über Ungarn schafft zentrale Anti-LGBTQ-Regeln ab.
Host: Das ungarische Parlament hat wichtige Teile des umstrittenen Kinderschutzgesetzes gestrichen. Was wurde genau beschlossen?
Guest: 139 Abgeordnete haben dafür gestimmt, 51 dagegen. Die Passagen, die verboten haben, Minderjährigen Homosexualität und Geschlechtervielfalt zu zeigen, wurden aufgehoben.
Host: Wer steht hinter dieser Reform?
Guest: Die neue Regierung von Ministerpräsident Peter Magyar. Seine Tisza-Partei hat im April die Wahl gewonnen und Viktor Orban aus dem Amt gedrängt.
Host: Wie alt war das ursprüngliche Gesetz?
Guest: Es stammt aus dem Jahr 2021 und hat das Leben sexueller Minderheiten stark eingeschränkt. Kinder- und Jugendbücher mit solchen Themen durften nur in schwarzer Schrumpffolie verkauft werden, und Filme mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen waren beschränkt.
Host: Warum wurde das Gesetz eingeführt?
Guest: Die Regierung sagte, es gehe um den Schutz von Kindern. Menschenrechtsorganisationen und die Opposition haben das kritisiert, weil das Gesetz Homosexualität in die Nähe von Gewalt gegen Kinder rückte. Deshalb wurden oft Pride-Paraden verboten.
Host: Hat das auch die Beziehung zur EU belastet?
Guest: Ja. Die EU-Kommission hat seit Ende 2022 Fördergelder von rund 500 Millionen Euro blockiert, und im April hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass die ungarischen Regeln gegen EU-Recht verstoßen.
Host: Was ändert sich jetzt im neuen Gesetz?
Guest: Es richtet sich nicht mehr gegen Homosexualität, sondern gegen sexuelle Gewalt, Ausbeutung von Minderjährigen und Pornografie.
Host: Wie hat Magyar auf die Abstimmung reagiert?
Guest: Er nannte das Verhalten von Fidesz und Mi Hazank beschämend, weil sie gegen die Reform gestimmt haben.
Host: War Magyar im Wahlkampf schon für LGBTQ-Themen bekannt?
Guest: Nicht wirklich. Er wollte autoritäre Strukturen abbauen und die Beziehungen zur EU verbessern, aber zu LGBTQ-Fragen hat er sich lange zurückgehalten.
Host: Ist das also ein großer Fortschritt für die LGBTQ-Gemeinschaft?
Guest: Ja, viele sehen das so. Aber es bleibt offen, ob wirklich alle Einschränkungen aus der Orban-Zeit verschwinden.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!