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USA verhängen neue Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof
Die USA verhängen neue Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof. Die Ankündigung kommt kurz nach dem Friedensnobelpreis für die frühere Richterin Navi Pillay. Europa kritisiert die Sanktionen.
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Host: Herzlich willkommen zum Podcast von ListenYourNews, hier ist Julia.
Guest: Und ich bin Marco. Heute sprechen wir über USA verhängen neue Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof.
Host: Die USA haben am 9. Oktober neue Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof verhängt.
Guest: Ja, Außenminister Marco Rubio hat angekündigt, dass alle Geschäftsbeziehungen zum Gericht verboten werden.
Host: Außerdem sollen die Vermögenswerte des Gerichts eingefroren werden, oder?
Guest: Genau, dadurch soll die Arbeitsfähigkeit des Gerichts stark eingeschränkt werden.
Host: Warum wirft Rubio dem Gericht Parteilichkeit vor?
Guest: Er sagt, der IStGH nehme US-Bürger und israelische Staatsangehörige wegen angeblicher Kriegsverbrechen ungerechtfertigt ins Visier.
Host: Das ist aber nicht die erste Strafmaßnahme der Trump-Regierung.
Guest: Nein, schon vorher wurden einzelne Richter und Ankläger des Gerichts sanktioniert.
Host: Interessant ist der Zeitpunkt: Nur Stunden vorher bekam Navi Pillay den Friedensnobelpreis.
Guest: Ja, sie war zwischen 2003 und 2008 selbst Richterin am IStGH.
Host: Was hat sie nach der Auszeichnung gesagt?
Guest: Sie sagte, das internationale Recht stehe zunehmend unter Druck, besonders durch die Angriffe auf den Gerichtshof.
Host: Überraschend kommt das nicht: Trump hatte im September vor der UNO gefordert, dass Staaten aus dem Gericht austreten.
Guest: Richtig, und deshalb haben Deutschland und die Niederlande dem Gericht ihre Unterstützung zugesichert.
Host: Wie reagiert die EU-Kommission auf die Sanktionen?
Guest: Sie will die Zusammenarbeit fortsetzen und setzt auf Dialog mit Washington, weil die Sanktionen erst nach sechs Monaten wirksam werden.
Host: Die deutsche Justizministerin Stefanie Hubig war sehr kritisch.
Guest: Ja, sie sprach von einem schwarzen Tag für das Völkerrecht, weil die Sanktionen genau am Tag der Nobelpreisverleihung kamen.
Host: Und wie sieht der IStGH selbst die Lage?
Guest: Er sieht darin einen Versuch, die Justiz zu behindern und die Rechtsstaatlichkeit anzugreifen.
Host: Das Gericht wurde 2002 gegründet und verfolgt Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord.
Guest: Genau, aber die USA sind keine Mitglieder, ebenso wenig wie China, Russland und Israel.
Host: Das war unsere heutige Folge.
Guest: Danke fürs Zuhören!
Host: Bis zum nächsten Mal!